Jackie Okinda, Mitarbeiterin von Hands at Work in Africa, berichtet von ihrer Reise nach Karuba, unweit der Metropolregion Goma in der Demokratischen Republik Kongo, im März 2026.„Die Landschaft dort ist einfach wunderschön: überall Berge und atemberaubende Ausblicke. Doch inmitten all dieser Schönheit leben Kinder und Familien, die sehr schutzbedürftig sind.“
Zunächst einmal … Grüße aus Goma.
Am Samstag bin ich mit dem lokalen Team von Hands at Work in eine neue Gemeinde namens Karuba gefahren. Es war ein sehr regnerischer Tag, und wir machten uns schon sehr früh am Morgen auf den Weg. Den ersten Teil des Weges konnten wir mit einem Bus zurücklegen, dann setzten wir den Weg mit Motorrädern fort, um in die abgelegenen Berge von Karuba hinaufzufahren.
Wegen des Regens waren die Straßen extrem schlammig, rutschig und schwer befahrbar. An einigen Stellen waren sogar Teile der Hänge abgerutscht, aber wir fuhren weiter. Nach etwa einer Stunde erreichten wir eine Stelle, an der die Motorräder nicht mehr weiterfahren konnten, also stiegen wir ab und legten den Rest des Weges zu Fuß zurück.
Die Landschaft dort ist einfach wunderschön: überall Berge und atemberaubende Ausblicke. Doch inmitten all dieser Schönheit leben Kinder und Familien, die sehr schutzbedürftig sind. Es gibt nur zwei Schulen, eine Grundschule und eine weiterführende Schule, und beide liegen weit entfernt vom Dorf. Viele Kinder gehen deshalb nicht zur Schule, sondern arbeiten auf den Feldern.
Wir haben ein Mädchen namens Amara (Name geändert) besucht, das 15 Jahre alt ist. Ihre Mutter ist verstorben und ihr Vater hat wieder geheiratet. Seitdem kümmert sie sich um ihre vier jüngeren Geschwister, das jüngste ist etwa fünf oder sechs Jahre alt.
Das Team von Hands at Work zu Besuch bei Amaras Familie in Karuba
Amara (3. von rechts) mit ihren Geschwistern
Blick von Amaras Zuhause über die Berge von Karuba
Das lokale Team von Hands at Work verfolgte Amaras Situation aufmerksam und besuchte sie und ihre Familie regelmäßig zu Hause. So wurden die schwierigen Umstände in ihrer Umgebung und ihre dringenden Bedürfnisse deutlich. Es sind vier Dörfer, die über einen Berg verstreut liegen und weit entfernt sind von jeglicher Infrastruktur. Das nächste Krankenhaus ist auf der anderen Seite eines weiteren Berges, und es gibt keine Transportmöglichkeiten dorthin. Es ist ein sehr schwieriger Ort zum Leben, aber wir sind so dankbar, dass wir heute dorthin fahren konnten. Wir vertrauen darauf, dass dieser Besuch etwas Gutes bewirken wird.
Wir danken Gott für die Menschen in Karuba. Wir bringen Amara und ihre Geschwister vor Gott und bitten euch, für sie und alle Kinder in dieser Gemeinde zu beten. Betet, dass Gott Wege ebnet, damit sie Zugang zu Bildung, Fürsorge und Hoffnung auf eine bessere Zukunft erhalten. Betet auch für die ganze Gemeinde: dass Gott Versorgung schenkt, Türen für Unterstützung öffnet, notwendige Ressourcen näherbringt und Wege schafft, wo es scheinbar keine gibt.
Betet um Heilung, Schutz und Ermutigung für jede Familie, die dort lebt.
